Montag, 30. November 2009

Länderseifenschieber: Kurische Nehrung

Im Rahmen des erstmals organisierten Länderseifenschiebers im NSF wählte ich für meine Seife eine einzigartige Landschaft im östlichen Europa - die Kurische Nehrung. Sagenumwoben und von einer gewissen Mystik geprägt fasziniert dieser Landstrich sicherlich nicht nur mich.

Kilometerweit feiner Sand, im Sommer flirrende Hitze in einer wüstenartigen Landschaft. Im Winter Schneeberge oder schneidender Wind, der tiefe Spuren im Sand hinterlässt. Dazu eine sehr bewegte Geschichte und nicht zuletzt Bernstein, das Gold der Ostsee - das alles zusammen macht meiner Meinung nach den Mythos der Nehrung aus.

Wie das nun alles in einer Seife verarbeiten? Relativ schnell kam mir die Idee einer Schichtseife eine Schicht für das Meer (die Nehrung ist ja umgeben von der Ostsee auf der einen Seite und dem Kurischen Haff auf der anderen Seite) und eine Schicht für die imposante Dünenlandschaft. Damit waren auch schon die Farben und Düfte vorgegeben - Blau- und zarte Gelbtöne; sowie ein frischer Duft fürs Meer und ein warmer für die Dünen. Ich entschied mich für 2 Düfte von Saveonscents aus den USA: Sun washed Linen und Sun flower. Der frische Duft mit der gewissen Schärfe harmonisiert sehr gut mit dem warmen Duft der Sonnenblume.

Im Ideensammlungsthread kam der Gedanke auf, möglichst einheimische Öle und Fette zu verseifen. Also versuchte ich, möglichst einige einheimische Öle in der Rezeptur unterzubringen. Neben den klassischen Ölen wie Kokos, Palm und Olive entschied ich mich noch für Raps- und Distelöl. Einen extra "Schuß" Pflege erhielt die Seife durch das verwendete Lanolin und durch gewählte Überfettung von mind. 10%.

Am 2. November machte ich mich endlich ans Werk. Bei der Verarbeitung gab es keine größeren Probleme. Ich hätte aber fast das Bernsteinpulver vergessen in den hellen Seifenbrei zu rühren. Naja eine Seife zur Kurischen Nehrung ohne Bernsteinpulver ist ja fast undenkbar, aber ich habs ja noch gemerkt.

Leider wollte die Seife sogar nicht aus dem Dividor und ich hatte ganz schön zu hobeln, um euch eine einigermaßen vernünftige Seife präsentieren zu können. Die Meerseite hab ich noch mit einem vergoldeten Stempel und die Dünenseite mit Goldpulver aufgehübscht. Gold stellvertretend für das Gold der Ostsee - dem Bernstein.

Bis auf Abstriche bei der Optik finde ich die Seife ganz gelungen. Nun kann sie auf die Reise zu den anderen Teilnehmern am Länderseifenschieber gehen. Und für alle anderen hier nun endlich ein Bild:

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